Sicherheitsdistanz der Antenen

Elisabeth Buchs

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Elisabeth Buchs » 16. Januar 2006 10:36

Hallo Karl

Dahinsiechen an den Folgen von Elektrosmog kann für Elektrosensible schlimmer sein als rasches Wegsterben. Ausserdem besteht der Verdacht, dass Elektrosmog an den diversen zunehmenden Befindlichkeitsstörungen in der Bevölkerung, die sich in steigenden Krankenkassenprämien äussern, massgeblich beteiligt ist. Insofern könnte man die Pharma-Industrie ebenfalls als "Kriegsgewinnler" bezeichnen. Wenn der Elektrosmog weiter zunimmt, kann man als Elektrosensibel froh sein, wenn man schon älter ist und sein Leben noch vor der der massiven Aufrüsterei gehabt hat. Oft werde ich nach Wohnungen, Häusern und Gegenden gefragt, wo es noch gut sei mit dem Elektrosmog, wo die Leute beschwerdefrei leben könnten. Heute gibt es noch solche Orte, doch die Leute hätten in diesen abgelegenen, manchmal kaum wintertauglichen Gegenden keine Arbeitsmöglichkeiten, Schulmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Arztversorgung, würden ihre Kontakte verlieren, oft sind dort gar keine Häuser frei, bauen ist nicht möglich. Ich bin selber auf der Suche nach einer zeitweisen mobilen Ausweichmöglichkeit, einem Wohnmobil mit Holzaufsatz und weiss nicht, ob es das überhaupt gibt oder ob es erlaubt ist, ein solches allenfalls bauen zu lassen, weil ich das Metall schlecht vertrage, meinen gut eingerichteten Camper aus Eisenblech musste ich deswegen verkaufen. Ich habe nun Kontakt nach Schweden zu einer Betroffenen, die einen Schweden geheiratet hatte und mehrere Jahre dort gewohnt hat, dort ist noch nicht die dichte Bebauung wie hier, nicht jedes Waldhäuschen wird verstrahlt. Sie sagt, wenn Du dort in 10 Jahren hinziehen willst, kann alles verändert sein. Wohnen in einem solch kalten Land wäre für mich wirklich unschön, da ich Sonne und Wärme sehr mag, aber wenn es nicht anders geht, macht man auch das. Vielleicht gäbe es auch Möglichkeiten in Italien, Spanien, Frankreich. Man brauchte ja nicht gleich alle Antennen stillzulegen, ein Baustopp für weitere Antennen, vor allem UMTS und WiMAX und Stopp für Dauerstrahler DECT und W-Lan wäre schon einiges. Wenn ich in den kalten Winternächten in der Nacht in unserem von den Antennen her noch guten Schlafzimmer liege, denke ich jeweils, wenn ich wenigstens nur ein einziges Zimmer hätte, wo ich bis zu meinem Lebensende von Elektrosmog beschwerdefrei wohnen könnte.

Mit freundlichen Grüssen

Elisabeth Buchs

Werner

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Werner » 17. Januar 2006 11:12

Liebe Frau Silvie

Sie haben vollkommen recht - es wir einfach nicht gemacht, weil es Geld kostet und es gäbe neue Technologien!

Frage:
wären Sie persönlich bereit und alle Menschen in der Schweiz auch, 2000 Franken zu geben um eine neue Technologie aufzubauen. 2000 Franken zu investieren in eine bessere gesündere Richtig?

Werni

Silvie

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Silvie » 17. Januar 2006 13:13

Ich wäre bereit, etwas dran zu geben, damit eine bessere Technologie entwickelt wird, aber mit Einschränkungen. Es stellt sich die Frage:

Wer entwickelt diese Technologie? Irgend einem Luftikus, der vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat, würde wohl niemand einfach so einen Geldbetrag übergeben.

Sodann bin ich der Ansicht, dass nicht wir Bürger, ohnehin schon genug betroffen und bestraft, die Entwicklung einer neuen Technologie zu finanzieren haben. Im Gegenteil: die finanzkräftige Industrie muss sich darum kümmern, denn die Abonnenten sind ja ihre Kundschaft.

Und wenn schon, so müsste sich die Regierung dafür einsetzen, denn wir zahlen doch nicht umsonst Steuern. Bis jetzt sind wir nur mit nebelhaften Grenzwerten, die uns mehr schaden als nützen und mit nutzlosen Vorschriften abgespiesen worden.

Wenn ich es mir recht überlege, so bin ich letztendlich nicht bereit, Politik und Industrie auch noch mit meinem sauer verdienten Geld zu unterstützen, dass sie eine für den Menschen unschädliche Technologie entwickeln. Es ist keine Gnade, die sie uns erweisen, sondern deren verdammte Pflicht und Schuldigkeit.

Was sagen die anderen dazu?

Silvie

Werner

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Werner » 17. Januar 2006 14:56

Planwirtschaft oder Marktwirtschaft? Letztlich bestimmt nicht die Industrie was gut im Markt ankommt oder nicht, sonder die Kundschaft, sagt was sie haben will. Nachfrage und Angebot – Preis und Leistung. Also müssen wir die Kunden angehen und diese müssen entscheiden. Heute bietet keine Industrie mehr Schreibmaschinen an aber jeder, fast jeder (93%) wollen immer und überall erreichbar sein. Ich denke, wenn Menschen entscheiden könnten, ob sie ihr Handy einem 10fach teureren Netz anschliessen könnten, das nicht schädlich wäre, würden es die wenigsten tun!

Die Gesellschaft verdient die Regierung, denn sie hat sie gewählt. Mit ca. 25'000 Stimmen kann jeder und jede, sich in eine Regierung wählen lassen und so anders mitbestimmen. Lassen sie sich wählen!

Werni

karl

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von karl » 17. Januar 2006 20:18

@M. Lauerer

Wenn sich nachweislich Erkrankungen ergeben, müssen selbstverständlich die Belastungen verringert werden. Die von Ihnen genannten Sachverhalte liegen aber definitiv nicht vor. Wohlgemerkt:
Damit bestreite ich nicht die Notwendigkeit einer Minimierung und ich bestreite auch nicht, dass jemand, der Elektrosensibel ist unter EM leidet!

Nochmal: Ich bekomme kein Geld von Mobilfunkbetreibern. Ich vertrete hier nur mich selbst.

Es ist hinlänglich bekannt, ab welcher Feldstärke man (am Rande einer Funkzelle) telefonieren kann. Leider ist bis jetzt noch nichts entdeckt worden, wie man diese minimal notwendige Feldstärke wenigstens im Freien homogen und wirtschaftlich im ganzen abzudeckenden Gebiet erreicht -- auch nicht innerhalb von Gebäuden, ob es das nun braucht oder nicht. Die Feldstärke wird nunmal größer, wenn man sich auf den Sender zubewegt. Will man geringere Schwankungen und damit eine kleinere Maximalfeldstärke braucht man mehr Sender. Und zwar INNERHALB von Siedlungen.

@Evi.

Wieso hinkt mein Vergleich? Ich habe ja nicht gesagt, dass an jedem Ort und zu jeder Zeit und für jeden Bürger die Belastung durch TV usw. genauso groß ist, wie durch Mobilfunk. Mir ging es darum, deutlich zu machen, dass die Forderung von Silvie selbst bestehende Anlagen und die dadurch hervorgerufene Belastung umfasst. Von denen sagen Sie ja selbst, dass damit genügend Erfahrungen vorlägen. Es sei der Hinweis erlaubt, dass auch das TV-Signal gepulst ist und dass bisher keinerlei Hinweise geschweige den Beweise existieren, dass die Pulsung irgendeinen Effekt hat, den ein ungepulstet Signal nicht auch hätte.

Um Nachrichten zu hören braucht es keinen Mobilfunk,das stimmt. Aber wie gesagt müssten ja auch alle anderen Sender abgestellt werden, um allen Forderungen gerecht zu werden. Ist Ihnen denn das nicht klar? Lesen Sie doch bitte noch einmal, welche Forderungen aufgestellt wurden!

Von mir wurde überhaupt nichts verdreht. Meiner Meinung nach ist es überzogen, die bei der Bedrohung durch die Vogelgrippe unzweifelhaft notwendigen Maßnahmen zu vergleichen mit einer "Bedrohung" durch Mobilfunk. Es werden Äpfel mit Birnen verglichen -- vorsichtig ausgedrückt.
Bitte beweisen Sie Ihre Aussage, dass durch Mobilfunkfelder mehr Opfer zu beklagen sind als durch (Vogel)-Grippe.
Und bitte: Derjenige, der etwas behauptet muss den Beweis antreten. Das sind in diesem Fall Sie. Das hat nichts mit "bewährter Manier" zu tun.

Die Frage nach der Technologie stelle ich deshalb, weil ich mich mit der Funktechnik auskenne und weil MIR zumindestens kein besseres Verfahren zur Nachrichtenübertragung bekannt ist. Alle, die behaupten man können Schwerkraftwellen o. ä. benutzen sind bis zum heutigen Tag den Beweis schuldig geblieben und haben sich allesamt als Scharlatane herausgestellt. Was wiederum nicht heisst, dass es nicht auch anders gehen könnte.

Was die Folgen anbelangt, die Sie am eigenen Leib spüren, so tut es mir leid das zu hören. Ich hoffe und wünsche, es läßt sich für Sie eine Verbesserung erzielen.


Karl

pegasus

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von pegasus » 17. Januar 2006 20:56

>Es ist keine Gnade, die sie uns erweisen, sondern deren verdammte Pflicht und Schuldigkeit.<
Ganz Recht, Silvie: ich bin voll Ihrer Meinung! Die Unverschämtheit, die tagtäglich von den Betreibern präsentiert wird, ist tatsächlich zum Kotzen! Das Forum Mobil kommentiert seit einiger Zeit jeden Bericht unserer Provinzzeitung über Antennenwiderstand mit einem Leserbrief, in dem der Leser natürlich wieder zünftig auf Harmlosigkeit dieser Technologie eingeseift wird.
Auf Wunsch bin ich gerne bereit, den ganzen Leserbrief des Peter Hidber vom 'Forum Mobil' einzutippen, sodass wir wieder Energie bekommen, etwas zu unternehmen.

Frage an Betreiber, Forum Mobil, Geräte-Hersteller, Bafu, Comcom, Bakom und andere Mitschuldige: ist es in Ordnung, dass Menschen, die sich nicht von Eurer Fehltechnologie kaputt machen lassen wollen, so viel Geld einsetzen müssen, um sich zu schützen, z.B. für
-Wohnungswechsel (2-3'000 Franken)
-Schutzbaldachine (3200 Franken?)
-Elektrobiologische Abklärungen (300 - 1000Fr.)
-unfruchtbare Arztbesuche (200 - ??????)
-Fassadennetze ( Tausende Fr.)
-Auswechseln von Fenstern für Wärmeschutzglas ( mehrere Tausend)
-Ersetzen der Dauerstrahler Dect von unbewussten Nachbarn ( ? Fr.)
-Kosten für Anwälte und Gerichte ( zig Tausend )
-Verdienstausfälle durch Stellenverlust wegen Nichtkompatibilität mit Anlagen in der Nähe oder am Arbeitsplatz ( zig Tausend ).
-Schutzkleider, sofern man nicht zu Hause versauern will und noch am öffentlichen Leben teilnehmen will. (ab 1000.-Fr. ?)

Dazu kommen die seelischen Leiden, die durch Nichtteilnahme am öffentlichen Leben, durch Unverständnis von Verwandten und Nachbarn, Psychopathisieren durch Betreiber, etc. entstehen können!

Evi

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Evi » 17. Januar 2006 22:12

An Karl, soweit es mich betrifft:

Es ist ganz typisch für Sie, dass Sie erneut wieder Beweise von den anderen verlangen, wie ja schon von früher bekannt. Es hat wohl nicht viel Sinn, mit Ihnen lange zu diskutieren. Nur soviel: In Sachen Vogelgrippe sind bis dato ganz sicher viel weniger Opfer zu beklagen als durch die Folgen des Mobilfunks. Unterhalten Sie sich mit Ärzten und vielleicht sagt Ihnen das eine oder andere Mitglied des Pflegepersonals, (sie sagen es nur unter vorgehaltener Hand, weil man ihnen Schweigepflicht auferlegt hat), wie viele Neugeborene gerade seit Einführung des Mobilfunks in nie gekannter Zahl gestorben sind, welch abnorme Zahl von Fehlgeburten es gegeben hat, dass langjährige Ärzte unter ihren Patienten Kinder mit Schlaganfällen (!) haben, von Hirntumoren, die rapid zugenommen haben, ganz zu schweigen. Reden Sie mit praktischen Ärzten, die von Hörstürzen und Tinnitus bei jungen Patienten berichten, und zwar erst, seit es in der Umgebung Mobilfunkantennen gibt.

Aber was soll's. Karl will halt Beweise - immer nur von den anderen.

Immerhin nett von Ihnen, dass es Ihnen zumindestens leid tut, von den negativen Folgen zu hören, aber leider ein wenig pharisäerisch, dass sie den Betroffenen gute Besserung wünschen, obgleich es Ihnen dämmern müsste, dass dies nur ein Wunschdenken ist, solange die Ursachen nicht beseitigt sind.

Evi

PS: Markus heisst übrigens Lauener, nicht Lauerer. Dies merke ich an, weil es unter diesem Namen auch einen fleissigen Forumschreiber gibt - nicht bei uns, Gott sei Dank, aber in unserem nördlichen Nachbarland. Ich möchte verhüten, dass Markus Lauener mit diesem verwechselt wird

Markus Lauener

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von Markus Lauener » 18. Januar 2006 00:39

Hallo Karl

toll, wir haben ja schon fast die gleichen Ansichten zum Thema Mobilfunk, oder vielleicht doch nicht ganz?

Wenn nun eine kantonale Statistik belegen würde, dass wir plötzlich fünf mal mehr Krebsfälle, respektive psychische Erkrankungen haben, wäre der Mobilfunk eine möglich Ursache oder müsste das zuerst bewiesen werden, obwohl der einzige physisch messbare Parameter der erwiesenermassen gesundheitsgefährdend ist und in den letzten 8 Jahren masssiv zugelegt hat, der Elektrosmog ist?
Der Elektrosmog hat sich in den letzten 8 Jahren im Durchschnitt für die Bevölkerung verzwanzigfacht.


Oder würden Sie in gewohnter Manier der Mobilfunkbetreiber die Ursache im ach so bösen "Stress" suchen und nach wissenschaftlichen Studien schreien, um ja zu verhindern, dass die Leute ihre Hirne einschalten und ihren abgewürgten gesunden Menschenverstand reaktivieren??


viele Grüsse
Markus L A U E N E R

karl

Re: Sicherheitsdistanz der Antenen

Beitrag von karl » 19. Januar 2006 21:09

Hallo Herr Lauener,

es tut mit leid, dass ich Ihren Namen falsch geschrieben habe. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Karl

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