Umsomehr sollten sich möglichst viele Leser hinsetzen und der Redaktion ihre Meinung schreiben, mit dem Abbestellen des Abos drohen, wenn da keine Änderung eintritt. Schliesslich wird ja die Zeitung für die Leser gemacht. Wenn solchermassen die Auflage sinkt, so rentieren auch die Werbeinserate nicht mehr.
Es gibt heute genug Gratisblätter, die wichtigsten Nachrichten erfährt man ausserdem übers Internet, über Fernsehen und Radio. Es gibt Lokalfernsehen und x andere Sender, in denen das Neueste erst noch viel früher steht, als in der Zeitung (diese hinkt bekanntlich immer einen Tag hinterher)
Zeitungen kann man auch in der Bibliothek lesen, in Cafés und Restaurants. Meistens sind wir halt zu bequem, uns anders zu informieren und Hand aufs Herz: erst noch zu bequem, den Redaktionen einmal in einem gesalzenen Brief unsere Meinung darzulegen.
argus
Auftragsleserbriefe durch das Forum Mobil
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pegasus
Re: Aber der Kunde (Abonnent) ist König!
Das Oltner Tagblatt gehört zum Medienverbund 'Mittellandzeitung', zu dem auch AZ Media AG gehört, bei der Georges Theiler Verwaltungsrat ist.
Was mir heute eine Bekannte gesagt hat: da die Medien die Themen 'Kampfhunde' und 'Feinstaub' aufgenommen haben, hat die Politik sofort reagiert. Da sie sich zum Thema Elektrosmog zurückhalten, kommen wir nicht vom Fleck. Wer weiss, wenn sie sonst nichts mehr zu berichten haben, springen sie vielleicht doch noch auf dieses Thema auf. Hoffen wir's!
Was mir heute eine Bekannte gesagt hat: da die Medien die Themen 'Kampfhunde' und 'Feinstaub' aufgenommen haben, hat die Politik sofort reagiert. Da sie sich zum Thema Elektrosmog zurückhalten, kommen wir nicht vom Fleck. Wer weiss, wenn sie sonst nichts mehr zu berichten haben, springen sie vielleicht doch noch auf dieses Thema auf. Hoffen wir's!
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Denis
Re: Aber der Kunde (Abonnent) ist König!
Gutes Argument Argus! Es ist sicher so, dass Zeitungen mit niedrigeren Leser- und Abozahlen nicht mehr so hohe Inseratekosten verlangen können wie ein Blatt mit hoher Leserzahl. Von daher ist es so oder so ein Tanz auf dem Seil. Unkritische Zeitung = uninteressant für Leser = Leserschwund. Umso mehr, dass es genug Gratisblätter gibt plus Internet, TV, Radio. Die Tageszeitungen ist aber das beste Medium für kritische Berichterstattungen: weil Platz dafür ist und der Kund Zeit hat, die Reportagen in aller Ruhe zu lesen. Auch pegasus geb ich Recht. Erstaunlich wie schnell, ja ruckzuckig, es mit den Kampfhunden und dem Feinstaub ging. Das ist alles okay so und auch gut für die meisten von uns. Aber dass dann ein Thema wie Elektrosmog teilweise total ausgeblendet wird, ist geradezu lächlerlich. Der Grund liegt auf der Hand: Hat jemals ein Kampfund dafür gesorgt, dass auch nur 1 Rp. Werbeeinnahmen für die Medien reinkam? Beim Feinstaub ist es ähnlich: hier schädigen Reportagen keine Automarken. Man kann einfach auf alte Dreckschleudern verzichten oder beim Neukäufen auf einem Modell mit Filter bestehen oder sein Verkehrsmittel wechseln. Aber der Feinstaub hat auch Parallelen zum Elektrosmog: ihm sind alle ausgesetzt, die in Ballungsgebieten wohnen oder entlang Verkehrsachsen. Von daher: sehr interessanter Vergleich!