Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Helmut Breunig

Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Helmut Breunig » 15. März 2006 18:09

>"Die Strahlungen würden Licht simulieren..."
steht unter der Überschrift
"Mobilfunkantennen beschäftigen die Gemüter"
http://www.infowilplus.ch/%5Fiu%5Fwrite ... el%5F5972/

Woher ist diese Aussage wissenschaftlich begründet?

mips

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von mips » 15. März 2006 22:28

Die Aussage von Jürg Zimmermann ist nicht wissenschaftlich abgestützt. Es wurde aber schon in Studien beobachtet, dass Mikrowellenstrahlung den Malatoninproduktion in ähnlicher Weise beinflusst wie das Licht. Ich denke, Zimmis Formulierung war eine vereinfachte Darstellung dieses Zusammenhanges für das breite Publikum.

charles claessens

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von charles claessens » 15. März 2006 23:49

Hallo,

wenn der Körper nachts denkt das es dunkel ist, macht er das Hormon Melatonin an.

Aber die Hochfrequenz wird durch den Körper als *Licht* gesehen, und deswegen wird weniger Melatonin ausgeschüttet.

So soll das in verschiedenen Studien über Melatonin herausgefunden sein.

Charles Claessens

Evi

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Evi » 16. März 2006 09:00

Der Körper interpretiert Mobilfunkstrahlung als Licht. Dies geht über die Netzhaut. Das heisst, dem Körper wird suggeriert, es sei hell. Aber der Mensch benötigt für einen gesunden Schlaf das Schutzhormon Melatonin, das in der Zirbeldrüse produziert wird. Leicht zu verstehen, dass als erstes Schlafstörungen auftreten, mit allen sich ergebenden Folgen, wenn dieses Hormon nicht mehr in genügender Menge vorhanden íst.

Am 2. Kongress Olten hat Dr. Hans-Christoph Scheiner darüber referiert, kann im Tagungsband 2 nachgelesen werden. (beim Kassier von Gigaherz, Erwin Bär, erhältlich)
Dazu gibt es ausserdem eine Studie von Dr. Neil Cherry "EMR Reduces Melatonin in Animals and People" vom 16. Juli 2000.

Evi

Gori

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Gori » 16. März 2006 15:54

Hinweis aus Erfahrung:

bei starker HF Einwirkung kneife ich die Augen zu als wäre meine Augen starkem Licht ausgesetzt. Entsprechend können dann die Augenschmerzen sein. Ebenso weiss ich von einer schwerbehinderten Frau die an epileptischen Anfällen leidet, dass wenn sie DECT ausgesetzt ist ihre Augen ständig geschlossen hält. Erst wenn sie der Strahlung fern ist, kann sie die Augen wieder öffnen. Leider kann ich sie dazu nicht befragen da die Kommunikation mit ihr äußerst schwierig ist.
Vielleicht könnten diese Phänomene ein Beleg für o. g. sein. Interessant wäre, ob es mehrere solche Erfahrungen dazu gibt.

Gori

TR

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von TR » 17. März 2006 07:53

Liebe Evi,

Mikrowellen können aufgrund der geringen Quantenenergie unter keinen Umständen in der Netzhaut das Vorhandensein von Licht "nachahmen".
Alle Argumentationsketten, die auf dieser Voraussetzung aufbauen "Licht = Mikrowellen" scheitern also.

Ich sage ja nicht, dass Mikrowellen wirkungslos sind -- aber wenn es einen Wirkungsmechnanismus gibt dann muss er anders funktionieren.


TR

Evi

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Evi » 17. März 2006 09:02

Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich verlasse mich da lieber auf die Ausführungen von anerkannten Wissenschaftern und von Ärzten, die dieses Phänomen eingehend untersucht und erforscht haben. Und deren Ergebnisse decken sich. Für die Simulierung von Licht sprechen ausserdem eine ganze Reihe von anderen Beobachtungen, für deren Erörterung hier der Platz nicht reicht.

Evi

Gori

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Gori » 17. März 2006 13:48

Auszüge aus
Dr. med. Hans Christoff Scheiner in einem Infoblatt an Teilnehmer seiner Mobilfunkstudie,
wörtlich:

Beim Vorliegen von technischen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern kann die Netzhaut und die Zirbeldrüse zwischen Lichteinfall (Licht ist auch eine hochfrequente elektromagnetische Strahlung) und anderweitigen elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern nicht mehr unterscheiden. Die Zirbeldrüse bekommt gleichsam die Botschaft, es wäre Tag, und reduziert deutlich ihre Melatoninproduktion.
Zweifellos gibt es noch andere Erklärungsmodelle für die Melatoninreduktion unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder. In jedem Falle ist die Melatoninverminderung auch bei hochfrequentem Elektrosmog heute auf Grund verschiedener wissenschaftlicher Arbeiten (Prof. Reiter, Prof. Burch, Prof. Semm u. a.) als gesichert angesehen.

Weitere Informationen:
Dr. Scheiner hat ein Buch herausgegeben:
Mobilfunk und Gesundheit
ISBN: 3-89539-170-0
www.michaelsverlag.de

gori

Robert

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Robert » 17. März 2006 17:32

Könnte das der Grund sein das Autofahrer beim telefonieren von den Strahlen irirtiert werden das sie schlechter sehen und so mehr Unfälle verursachen?

michael wiese

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von michael wiese » 17. März 2006 22:12

wenn elektromagnetische Strahlung (von Handys etc) für das Auge bzw die Netzhaut und das angeschlossene Gehirn so wirkt wie Licht, warum kann ich dann Handysmog nicht sehen?

jost

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von jost » 17. März 2006 23:24

entweder wollen sie die leute hier veräppeln oder ihr gehirn ist von vornherein falsch angeschlossen oder vom handysmog bereits vernebelt, ansonsten so eine alberne frage gar nicht gestellt werden könnte. daher die gegenfrage, über deren antwort sie nachdenken sollten, bevor sie sie geben:

wieso können sie die luft nicht sehen? geht ihnen jetzt ein licht auf? oder ist der groschen noch immer nicht gefallen?
jost

Gori

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Gori » 18. März 2006 00:52

Um einer Antwort auf die Frage von michael wiese näher zu kommen seien folgende Aussagen von Dr. Eger aus Naila erwähnt. Quelle: Fürther Ärztetagung, Mobilfunk und Gesundheit, 22. Oktober 2005, Tagungsband, 2. Auflage, ISBN: 3-9810359-0-9

Seite 29
"Entstehung von Licht und Mikrowellen
Sichtbares Licht entsteht-vereinfacht nach dem Bohr-Sommerfeldschen Modell - als freiwerdende elektromagnetische Welle, wenn Elektronen in energiereichere Niveaus überwechseln. Mikrowellen entstehen an der Sonnenoberfläche durch Hyperfeinstrukturübergänge des Wasserstoffs, die der Änderung des Elektronenspins entsprechen.

Literaturrecherche:
Seit über hundert Jahren gelingt es, elektromagnetische Strahlung künstlich zu erzeugen. Forscher und Forscherinnen wie Maxwell, Hertz, Volt, Farad, Ampere, Röntgen, Curie und viele mehr sind heute als Namensgeber in der Physik verewigt. Wer etwas über die medizinische Anwendung der Hochfrequenz wissen will, muss die Beobachtungen dieser hervorragenden Wissenschaftler kennen."

Seite 48:
".......Mikrowellen erzeugen also unter Durchdringung der Hautschichten als auch der Zellwände Wirkungen im menschlichen Körper. Am empfindlichsten ist das Gehirn, die Wirkungen auf das neurologisch-endokrine-immunologische System sind medizinisch nachgewiesen.
Das ganz entscheidende Problem dabei ist, dass die körperlichen Beschwerden NICHT DURCH SINNESORGANE vermittelt werden wie bei grellem Licht, lautem Lärm oder störender Vibration. DER SINNENEINDRUCK ERFOLGT DURCH DIREKTE EINGRIFFE IN DIE GEHIRNFUNKTION, und das wiederum bedeutet, dass Millionen von Hirnzellen anders arbeiten, als sie es ohne das äußere künstliche elektromagnetische Feld tun würden; beispielhaft ist das nachgewiesene Hören gepulster Radiostrahlung.
Logischerweise werden die Betroffenen die dominierenden Symtome wie Schlafstörung in der Nacht, Konzentrationsstörung, Kopfschmerz, Mattigkeit, Vergesslichkeit, Reizbarkeit am Tag, Übelkeit, Sprachprobleme, Sehstörungen, Herzbeschwerden, Gerinnungsstörungen und Depressionen nur als ein von INNEN kommenden Vorgang erfahren werden können. Somit haben die Betroffenen oft jahrelang keine Möglichkeiten zu erkennen, dass ihre Beschwerden von AUSSEN herrühren."

Vielleicht gibt es ja Menschen die mittlerweile nicht nur Radiowellen hören sondern auch Strahlen sehen?

Gori

mips

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von mips » 18. März 2006 12:49

Im Volksmund wird gesagt:"Es giebt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten".

Die Frage von Herrn Wiese ist durchaus berechtigt. Zumindest in der visuellen Wahrnehmung unterscheidet sich Mikrowellenstrahlung wesendlich von sichtbarem Licht.

Es ist anzunehmen, dass die neurologische Reizung an den Nervenzellen der Netzhaut erfolgt und die Mikrowelle nicht direkt auf die Zirbeldrüse einwirkt, weil sich diese so ziemlich im Zentrum des Kopfes befindet und die Mikrowellen nur noch sehr schwach bis zu dieser Drüse, die das Malatonin produziert, eindringen.

Für mich hat Mikrowelle ganz klar keine Lichtinformation, sondern sind als Störsignale zu betrachten, die neuronal nicht interpretiert werden können aber dieses System iritieren. Aber auch das ist lediglich eine Annahme.

Wir kennen zwar den Effekt des Einflusses auf den Melatoninhaushalt, aber sämmtliche Wirkmodelle sind reine Spekulation.

Andreas

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von Andreas » 18. März 2006 18:07

Hallo,

ich lese immer wieder Licht sei sichtbar. Das stimmt überhaupt nicht, nur die Wirkungen des Lichts sind sichtbar (z.B bei einer Glügbirne der glühende Draht). Ansonsten ist Licht nicht anderes als Mikrowellenstrahlung. Absolut unsichtbar.
Daher klingt es für mich vollkommen logisch, dass Mikrowellenstrahlung die gleiche Wirkung hat wie Licht.

Mit freundlichen Grüssen

Andreas

gesuana

Re: Mobilfunk-Strahlung simuliere Licht

Beitrag von gesuana » 18. März 2006 21:59

"... nur als ein von INNEN kommender Vorgang erfahren werden können. Somit haben die Betroffenen oft jahrelang keine Möglichkeit zu erkennen , dass ihre Beschwerden von AUSSEN herrühren."(Gori)

Ich glaube , damit ist EIN Hauptproblem der ganzen E-Smog Verwirrung kurz auf einen Nenner gebracht . Als noch keine derartige nur annähernd vergleichbare Zerstörungsquelle im Aussen bestand , vor einem Jahrzehnt und die vielen Tausende Jahre vorher , wurde uns immer gesagt : "Such im Innern , alle Ursachen findest du in dir drin." Heut hab ich bei SEHR vielen Menschen den Eindruck , dass sie über diesen (zumeist , aber halt nicht immer ,wahren) Grundsatz stolpern , jahrelang stolpern, inderm sie in sich drin wühlen und suchen und nie fündig werden , weil die Problematik diesmal im Aussen liegen könnte. Wie fies! - Und spricht man sie auf die Möglichkeit ( der Mobilfunkbelastung) an, sind sie dermassen schockiert, dass sie sich doch lieber damit schützen, ein psychisches Problem zu haben , es scheint ihnen immer noch weniger schlimm , als elektro-sensibel zu sein, denn dann wären sie ja völlig ausgeliefert.
Gerade von vielen grundsätzlich sensiblen Menschen höre ich Sätze wie: "Weisst du , es geht im Moment alles drunter und drüber , ich glaube , da ist ein grosser Transformationsprozess im Gang in mir... ich kann nur noch von einem Tag zum nächsten denken..." - Ich aber hab den festen Eindruck, dass sie sehr durcheinander und verwirrt sind , weil sie spüren, dass etwas nicht mehr wie früher ist , das sind oftmals keine inneren Prozesse , die man sich einreden will , man hat nur einfach keine Erklärung für die seltsamen Empfindungen.
gesuana

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