Naja, solange man nicht im lebenden Objekt messen kann (und ich lasse mir sicher keine Löcher in den Kopf bohren. Nase, Ohren, Augen, Mund reichen vollauf!), wird man immer wieder auf irgendwelche Modelle zurückgreifen müssen. Und da der Mensch zu 60% aus (Salz-)Wasser besteht - warum nicht, man gewinnt immerhin schon einmal eine erste Abschätzung über die Verhältnisse, auch wenn Knochen und vieles mehr fehlen. Besser als Ihr Holzkopf oder mein Betonkopf ist es allemalHans-U. Jakob hat geschrieben: Christopher, Sie haben noch etwas vergessen. Der Dummy-Schädel ist mit einer Salzwasserlösung gefüllt und in diesem Salzwasser wird die Temperaturzunahme bei Bestrahlung durch ein EMF gemessen.
Ich amüsiere mich jedesmal köstlich ob dieser Messmethode, weil das Innere meines Schädels sicher nicht aus Salzwasser besteht. Böse Zungen behaupten zwar dieses sei aus Sägemehl. Auch da würde das Resultat nicht stimmen.
Item. Bei Nahfeldmessungen müssen ganz einfach das E- und das H-Feld getrennt gemessen und dann multipliziert werden. Haben wir schon immer so gemacht. Siehe www.gigaherz.ch/419 letztes Bild
Hans-U. Jakob
Über die Messung der Erwärmung erspart man sich zudem noch die ganzen Scherereien mit E-Feld, H-Feld usw., schließlich ist die Erwärmung des (leitfähigen) Wassers proportional zur Leistungsdichte an einem Ort. Wobei wir da natürlich ein ganz neues Paket aufmachen: Im Salzwasser herrscht schließlich freie Konvektion, während das Wasser im Kopf örtlich eher festgelegt ist, der Wärmetransport also ganz anders abläuft als im "Wasserkopf"...
Auch die von Ihnen gewählte Messmethode hat ihre Schwäche, weil Luft haben Sie ja sicher auch nicht im Kopf...
Schlimmer noch, sobald man eine Sonde zum Messen der Felder in ein Modell einführt, verändert man die Felder an sich, weil ja die Sonde mit Sicherheit nicht genau die gleiche Dielektrizitätskonstante, Leitfähigkeit... besitzt wie das zu messende Objekt. Egal wie man mißt - man mißt Mist
Schöne Grüße,
Christopher